Künzelsau-Ingelfingen

Landrat Dr. Neth beim Kreisverband der SPD

Veröffentlicht am 19.01.2014 in Kreisverband

„Es gibt keine roten, grünen oder schwarzen Krankenhäuser, Straßen und Schulen.“ – mit diesem Kernsatz begann Landrat Dr. Matthias Neth das Gespräch mit den Sozialdemokraten im Kreisverband Hohenlohe in der „Rose“ in Niedernhall und warb darum, in großer politischer Geschlossenheit über die Parteigrenzen hinweg den Hohenlohekreis voranzubringen, ohne dass die besondere Ausrichtung der einzelnen Parteien dabei verloren gehen müsse.

Schwerpunktmäßig stellte er drei Handlungsfelder in den Mittelpunkt des Gesprächs. Mit Stolz verwies er darauf, dass der Hohenlohekreis in das berufliche Schulwesen in den 40 Jahren seines Bestehens nicht weniger als 80 Millionen investiert habe und bekannte sich dazu, die geplanten 20 Millionen für den Ausbau der Gewerblichen Schulen in Öhringen für die nächsten Jahre seien gut angelegtes Geld, denn hochwertige Bildungseinrichtungen seien ein hochrangiges Qualitätsmerkmal für jede Region.

Besonderes Augenmerk wolle er auf die Weiterentwicklung des Nahverkehrs richten. Bis 2017 müsse der NVH der Zukunft so angepasst sei, dass er der demografischen Entwicklung standhalten könne. Besondere Beachtung müsse dabei auch der Schienenverkehr finden Die Bevölkerungsentwicklung in Öhringen zeige, wie wichtig die Schiene für Wohnortentwicklung sei. Im Hinblick auf die Gesundheitsversorgung bekannte sich Dr. Neth zum Erhalt der beiden Standorte Künzelsau und Öhringen. Alles müsse getan werden, Imageverluste aufzufangen und die Verbundenheit zwischen den Kreisbewohnern und den Häusern zu vertiefen.

Große Herausforderungen sieht der Landrat in der demografischen Entwicklung, die zu einem erheblichen Bevölkerungsverlust führen werde, andererseits aber auch Chancen berge, weil in unserem Landkreis ehrenamtliches Engagement gerade auch bei den Älteren einen hohen Stellenwert habe und mit diesem Pfund könne man wuchern.

Breit war die Palette der anschließenden Diskussionsthemen. Mit seinem Bekenntnis zu dezentraler Unterbringung von Asylbewerbern auch in den Dörfern des Kreises und zu einem wertschätzenden Umgang mit ihnen fand Dr. Neth breite Zustimmung. Kritisch hinterfragt wurden die Stärke der Beteiligung des Kreises an der Finanzierung von Schulsozialarbeit und die schlechte Abfallbilanz. Beim Dauerthema Straßenbau fand seine Feststellung, die Straßen seien nicht erst in den letzten beiden Jahren schlecht geworden, breite Zustimmung. In Frage gestellt wurde auch, ob die eingeschlagenen Wege zum Erhalt der Krankenhäuser erfolgreich sein können, nachdem gleichzeitig der Kostendruck auf das Personal immer größer werde. So konnten die beiden stellvertretenden Kreisvorsitzenden Caroline Vermeulen und Fritz Rehm herzlichen Dank sagen für ein offenes und unverstelltes Gespräch, das in der Zukunft fortgeführt werden soll.

 

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