Künzelsau-Ingelfingen

Nachruf für Hans-Jürgen Saknus

Veröffentlicht am 24.04.2026 in Ortsverein

Rede der SPD-Ortsvereinsvorsitzenden Eva Neubert bei der Trauerfeier für Hans-Jürgen Saknus am 14.04.2026 in Künzelsau

Es gilt das gesprochene Wort.

Liebe Bärbel, liebe Familie Saknus, liebe Angehörige, liebe Genossinnen und Genossen, verehrte Trauergemeinde,

für besondere Verdienste in der SPD und wirkungsvollen Einsatz in die Gesellschaft hinein, insbesondere für sein Einstehen für Demokratie und Menschenwürde und vorbildlich gelebte Zivilcourage, wurde Hans-Jürgen letztes Jahr mit der Willy-Brandt- Medaille ausgezeichnet. Insgesamt 18 Jahre war Hans-Jürgen Mitglied in der SPD in Künzelsau und engagierte sich mit viel Herzblut.

Im Fokus seiner Tätigkeit stand die jüngere Generation: Kinder, Jugendliche, Heranwachsende, junge Menschen. Egal, ob bei der Arbeit oder im Ehrenamt, für Hans-Jürgen war klar, dass die junge Generation die Zukunft ist. Er arbeitete mit Erfolg darauf hin, jungen Menschen Möglichkeiten zu demokratischer Teilhabe zu bieten und sie stark zu machen für Demokratie und Verantwortung in unserer Gesellschaft. Er nahm uns junge an die Hand, leitete uns an, lernte uns ein, gab uns gleichzeitig aber auch Freiraum, uns selbst zu entfalten. Er bot uns Rückhalt an, und wir konnten ihn fragen, wann immer wir wollten.

Ich erinnere mich noch gut daran, wie beeindruckt er von den Schülerinnen und Schülern war, die auf der Kundgebung gegen Rechtsextremismus in Künzelsau so starke Reden gegen demokratiefeindliche Tendenzen in unserer Gesellschaft gehalten haben. Immer und immer wieder erzählte er davon und war sich sicher, mit so engagierten jungen Menschen kann unsere Demokratie verteidigt werden. Denn der Kampf gegen Rechtsextremismus und Demokratiefeinde in unserem Land war ihm immer eine Herzensangelegenheit. Wusste er doch aus eigener Geschichte, von seinen Eltern, wie es damals war. „So etwas darf nie wieder passieren“, mahnte er immer wieder.

Seine Arbeit, egal, ob innerhalb der Partei, in seinen kommunalen Ämtern oder auch sonst im Ehrenamt bereitete er akribisch vor. Er verlangte von sich selbst, aber auch von anderen, dass sie sich genaustens auf Sitzungen jeglicher Art vorbereiteten, inhaltlich nachrecherchierten und sich positionierten. Seine intensive, gewissenhafte Vorbereitung war parteiübergreifend und auch in der Bürgerschaft bekannt und anerkannt. Er führte Diskussionen oft kompromisslos und hart in der Sache, auf sauberer, sachlicher Basis – darauf achtend, dass sie bei aller Härte nicht ins Persönliche, ins Verletzende abglitten.

Dass nach wie vor in Künzelsau der AWO-Ortsverein mit regelmäßigen Veranstaltungen vor allem für Ältere aktiv ist, ist in hohem Maße Hans-Jürgen Saknus zu danken. 2023 drohte dieser der SPD so nahen Einrichtung das Aus, nachdem kein funktionierender Vorstand gefunden werden konnte. Selbst mit vielen Ämtern belastet, übernahm Hans- Jürgen Saknus die Aufgaben des Vorsitzenden und es gelang ihm, weitere Mitglieder für die Vorstandsarbeit zu gewinnen, so dass die AWO weiterhin in Künzelsau präsent ist.

Hans-Jürgens außergewöhnlich großes Engagement brachte natürlich auch mit sich, dass du liebe Bärbel, dass ihr beiden, manchmal aufeinander verzichten musstet. Ohne dich an seiner Seite hätte Hans-Jürgen dieses Engagement nicht leisten können. Auch bei seinem letzten Besuch, unserem diesjährigen Neujahrsempfang, den er selbst so oft als Ortsvereinsvorsitzender eröffnet hat, bei dem er als Landtagskandidat gesprochen hat und bei dem er, als eines der prägendsten kommunalen Gesichter der SPD in den letzten Jahren in Künzelsau und Hohenlohe, jeweils das Schlusswort sprach, warst du, liebe Bärbel, mit dabei.

Wir sind Hans-Jürgen zu großem Dank verpflichtet für die 18 Jahre, die er die SPD, die Künzelsauer und Hohenloher Kommunalpolitik und auch unsere Gesellschaft mitgeprägt hat. Er bleibt in Erinnerung als starker, engagierter Demokrat, als Kommunalpolitiker, als Genosse, als Mentor, als Freund.

Vielen Dank für alles, Hans-Jürgen. 
 

 

WebsoziInfo-News

30.03.2026 18:07 Nina Scheer zur Reaktivierung von Kohlekraftwerken
Eine verlängerte Nutzung von Kohlekraftwerken nach 2038 wäre weder notwendig noch sinnvoll Die Erneuerbaren sind die sauberste, sicherste und kostengünstigste Form der Erzeugung.  Es bedarf allerdings nun auch des entschlossenen Willens der Koalition und der federführenden Bundeswirtschaftsministerin, die gesetzlichen Hebel weiter auf eine systemische Umstellung zur Nutzung Erneuerbarer Energien zu stellen. „Eine verlängerte Nutzung von… Nina Scheer zur Reaktivierung von Kohlekraftwerken weiterlesen

25.03.2026 17:51 Jakob Blankenburg zum Klimaschutzprogramm
67 Maßnahmen, sieben Ministerien, ein Klimaschutzprogramm Die aktuelle Weltlage mit Konflikten, die sich massiv auf unsere Energieversorgung auswirken, zeigt eindeutig: Wir müssen schnell unabhängig von fossilen Energieträgern werden. Das heute von Bundesumweltminister Carsten Schneider vorgelegte Klimaschutzprogramm zeigt einen fairen Weg zur Erreichung der Klimaziele 2030 sowie für mehr Versorgungssicherheit auf. „Dieses Klimaschutzprogramm ist für die… Jakob Blankenburg zum Klimaschutzprogramm weiterlesen

25.03.2026 17:50 Eine notwendige strategische Perspektive für die Zukunft unseres Wirtschaftsstandorts
Ich begrüße die Impulse von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil ausdrücklich. Deutschland steht an einem Wendepunkt. Wir brauchen ein neues Wirtschaftsmodell: eines, das konsequent auf Innovation setzt, technologische Führerschaft ermöglicht und zugleich dafür sorgt, dass Wohlstand in der Breite der Gesellschaft ankommt. „Innovation und Gerechtigkeit sind die Grundlage für nachhaltiges Wachstum und breiten Wohlstand in Deutschland. Deshalb… Eine notwendige strategische Perspektive für die Zukunft unseres Wirtschaftsstandorts weiterlesen

Ein Service von websozis.info

Besucher der Homepage

Besucher:773772
Heute:335
Online:3

Shariff