Künzelsau-Ingelfingen

Zum Tode von Wolfgang Kunzfeld

Veröffentlicht am 13.11.2025 in Nachruf

Wolfgang Kunzfeld

Wolfgang Kunzfeld, Pädagoge, Bücherfreund, Lehrer, Kommunalpolitiker, Sozialdemokrat aus Ingelfingen ist nach langer Krankheit gestorben.

Wolfgang Kunzfeld ein Mann mit sehr großen Fähigkeiten und Interessen, stets auf der Suche nach einem guten Buch, einem kulturellen Event oder einem guten Gespräch, war ein begnadeter Lehrer. Kinder, Jugendliche und Bildung waren sein Ding. Woran erkennt man eigentlich, dass man als Lehrer etwas bewirkt hat? Das Oberschulamt würde antworten: An einem guten Zeugnis. Das Leben sagt, an einer persönlichen Anerkennung. So gab es tatsächlich ehemalige Schüler von ihm, die auch 30 Jahre nach ihrem Schulabschluss mit großer Freude und Respekt mit ihm sprachen, wenn man sich spontan auf der Straße begegnet ist. Er sagte dann sehr zufrieden: „Das kann man mit Geld nicht kaufen.“ Nein, das kann man tatsächlich nicht.

Ein Mann der lauten Töne war er nie, auch nicht dem politischen Gegner gegenüber. Scharf in der Argumentation, aber nie persönlich werdend oder gar beleidigend, wie es heute leider oft schon die Regel ist.

Und ausgerechnet er, der sich selten in den Vordergrund gestellt hat, übernahm den Vorsitz der SPD im Kreisverband Hohenlohe, und das zu einer Zeit, als die SPD ein echtes Problem hatte, da sein Vorgänger nicht nur aus der SPD ausgetreten war, sondern auch noch direkt zur CDU wechselte. Was als Notlösung begann, entpuppte sich als absoluter Glücksgriff. Wolfgang Kunzfeld hatte sich 1978 der SPD angeschlossen, mit großer Überzeugung führte und vertrat er den SPD-Kreisverband Hohenlohe. Und zwar 14 Jahre lang als ihr Vorsitzender. Immer, wenn es schwierig wurde, übernahm der begnadete Pädagoge in ihm. Er schlug Kompromisse bei schwierigen Themen vor, er sorgte dafür, dass alle am Tisch blieben, machte aus Betroffenen Beteiligte.

Seine Fähigkeiten nutzte auch die Gemeinde, in der er lebte. Die Menschen in Ingelfingen wählten ihn in den Gemeinderat, dort arbeitete er 10 Jahre lang zu allen kommunalpolitischen Themen, stets darauf achtend, dass über alle politischen Lager hinweg etwas für die Menschen vor Ort erreicht wurde.

Nach seiner aktiven Zeit als Vorsitzender beteiligte er sich aktiv über viele Jahre bei den SPD Senioren. Sein Rat war gern gehört und geschätzt.

Die Sozialdemokratische Partei Deutschlands im Kreisverband Hohenlohe verliert einen Mann, klein an Gestalt, groß im Herzen und in allem, was er tat. Wir trauern um einen Menschen, der durch sein vielfältiges kulturelles und bürgerschaftliches Engagement unsere Gesellschaft reicher gemacht hat.

Stefan Oetzel
Regionalgeschäftsführer

 

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