Künzelsau-Ingelfingen

SPD-Ortsverein Künzelsau-Ingelfingen und Kreisverband Hohenlohe - mit Neujahrsempfang ins Wahljahr gestartet

Veröffentlicht am 06.02.2025 in Ortsverein

v.l.n.r. Martin Probst, Ehepaar Hans-Jürgen und Bärbel Saknus, Katja Mast MdB, Eva Neubert, Kevin Leiser MdB

In ihrer Begrüßung erinnerte die Ortsvereinsvorsitzende Eva Neubert vor zahlreichen Teilnehmern in der Stadthalle Künzelsau an die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz vor 80 Jahren; dieses dunkelste Kapitel der Geschichte gehöre zu uns und unserem Land. „Nie wieder ist jetzt, ist Mahnung für uns und kommende Generationen“, so die Vorsitzende.
Die aktuelle Situation im Bundestagswahlkampf im Blick, forderte Jonas Aberle in seinem Grußwort als Mitglied im  SPD Kreisvorstand den Verzicht auf parteitaktische Spielchen in politischen Feldern, die konsensfähige Kompromisse aller demokratischen Kräfte verlangen. Als Hauptrednerin drückte die parlamentarische Geschäftsführerin der SPD Bundestagsfraktion, MdB Katja Mast, die tiefe Betroffenheit aller politisch Verantwortlichen zu dem schrecklichen Attentat in Aschaffenburg aus und verwies darauf, dass es Behördenversagen auf unterschiedlichsten Ebenen gegeben habe, an dessen Vermeidung intensiv gearbeitet werden müsse. Die Pläne der Union zur Migration lehnte sie ab, da sie einseitig gegen Grundgesetz und Europarecht verstießen. „Die Ampel hat in den letzten drei Jahren für massive Verschärfungen gesorgt“, und diese zeigten auch Wirkung stellte sie den Unionsplänen entgegen.

Im Hinblick auf die Wahl im Februar empfahl sie Olaf Scholz als besseren Kanzler, der in der Ampel alles getan habe, um die Regierung mit guten Kompromissen zum Erfolg zu führen. Die SPD sei auch für Frauen die bessere Wahl, erläuterte sie mit der Forderung zur Streichung des § 218 aus dem Strafgesetzbuch. Dass ein Schwangerschaftsabbruch nach wie vor als Straftat gelte, auch wenn er straffrei bleibe, sei nicht mehr hinnehmbar. Die hohe emotionale Belastung, die in einer solchen Konfliktsituation für alle Beteiligten gegeben sei, wirke durch die Einstufung als Straftat zusätzlich belastend.

Als Dank für die klare Analyse der Abgeordneten überreichte Martin Probst, Urgestein der SPD Künzelsau, einen Geschenkkorb aus dem „Welt-Laden“ in Künzelsau. Mit seiner sich anschließenden Laudatio für Hans-Jürgen Saknus leitete er über zur Verleihung der „Willy Brandt-Medaille“ an den engagierten Genossen. Aufbauend auf dem Zitat des Bundespräsidenten Steinmeier „Wir brauchen die Demokratie – aber ich glaube, derzeit braucht die Demokratie vor allem uns“ würdigte er den Geehrten als Kämpfer für die Demokratie im Einsatz gegen rechtsnationale Entwicklungen, als langjähriger Gemeinderat und Kreisrat, als Funktionsträger in zahlreichen SPD-Organisationen, als AWO-Vorsitzender und ganz einfach als guter Bürger im Sinne der Feststellung des athenischen Staatsmanns Perikles, „Wer an den Dingen seiner Gemeinde nicht Anteil nimmt, ist kein stiller, sondern ein schlechter Bürger.“ Die höchste Auszeichnung der Sozialdemokratie, die Willy Brandt Medaille, überreichte Katja Mast dem Geehrten mit den Widmungsworten: „Für besondere Verdienste um den Ortsverein Künzelsau-Ingelfingen, die Gemeinderats- und  Kreistagsfraktion. Für das Einstehen für Demokratie, der Menschenwürde und dem Vorleben für Zivilcourage.“ Seiner Frau Bärbel Saknus dankte die OV-Vorsitzende Eva Neubert mit einem Blumenstrauß dafür, dass sie das hohe Engagement ihres Mannes immer unterstützend mitgetragen habe. Mit der Aufforderung und der Ermutigung zu engagiertem Wahlkampf beschloss der Bundestagsabgeordnete und Bundestagskandidat Kevin Leiser den Empfang.
 

 

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