Künzelsau-Ingelfingen

Umweltfreundliche Energieerzeugung und -nutzung

Veröffentlicht am 16.05.2009 in Allgemein

von Wilhelm Lüdemann

(1) Die Windenergie und die Photovoltaik (PV) werden auf unserem Stadtgebiet immer noch durch den Regionalverband Heilbronn-Franken benachteiligt. (In der Regionalversammlung werden wir auch durch unseren Bürgermeister und weitere Mitglieder des Kreistags vertreten).

Durch die Festlegung von sog. Vorranggebieten werden automatisch »Sperrgebiete« festgelegt. Bürger (Bauern!) , die geeignete Aufstellungsflächen für Windmühlen und Freiflächen-Photovoltaik besitzen, dürfen diese außerhalb der Vorranggebiete nicht mehr zur Energieerzeugung heranziehen — eine deutliche Einschränkung des Verfügungsrechtes über ihr Eigentum. Die Stadtgemeinde muss sich hier schützend vor ihre Bürger stellen und im Regionalverband gegen diese Einschränkungen arbeiten!

Die Stadt muss außerdem den Bau von weiteren Biomasse- Energieanlagen durch Veränderung der Flächennutzungs-Planung und der finanziellen Unterstützung voranbringen.

Das Gleiche gilt für Windmühlen und PV-Anlagen (Freiflächen-PV).

(2) Die Gründung von echten Stadtwerken Künzelsau unter der Leitung eines ausgewiesenen Energiemanagers ist ein MUSS für die Daseinsfürsorge unserer Bürger und ein MUSS für eine Hochschulstadt mit Studenten der Elektrotechnik und des Energiemanagements. Ein städtischer Energiebeauftragter, im neutralen Dienst der Bürger, organisiert und berät über die sparsame und effiziente Erzeugung und Verwendung von elektrischer und Wärme-Energie im ganzen Stadtgebiet. Sein Verdienst kommt z.B. in
einer Nachbarstadt 10-fach wieder herein. Die Kooperation mit den bereits existierenden Stadtwerken in unseren Nachbarstädten bietet sich hierbei an.

Beispiele: Nahwärme in Neubaugebieten, umweltfreundliche Wärme- und Energie-Verwaltung in der Taläcker-Mehrzweckhalle,
ein Kraft-Wärme gekoppeltes Kraftwerk (KWK) in der Nähe von Hallenbad/2 Schulen/Fa. Ziehl-Abegg/Neubauten Klebweg/Hochhäuser/Fa. Mustang/Feuerwehrgebäude, viel Strom in das öffentliche Netz, auch von städtischen Dächern, ein KWK für die Realschule/Polizeidirektion/Fa. Handelshof

Die energiepolitische kommunale Eigenständigkeit ist ein ganz wichtiger Teil der Daseinsvorsorge für alle Bürger, sie schützt vor überzogenen Energiepreisen und hält qualifizierte Arbeit und finanzielle Werte (Einkommen!) in der Stadt.
Alle Bürger zahlen heute schon über ihre Strom- und Gas-Rechnungen als sog. Konzessionsabgabe mehr als ca. 600.000,- Euro im Jahr in die Stadtkasse. Diese von den Bürgern bezahlten Mittel müssen, wenigstens indirekt, über den Aufbau und die Förderung einer umweltfreundlichen und eigenständigen Energieverwaltung wieder an die Bürgerschaft zurückgehen.

 

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